13. + 14. Dezember 2025
WinterWunderklänge - INCOGNITO und C[h]orazón
Bad Münster am Stein-Ebernburg und Nieder-Saulheim

WinterWunderKlänge – Weihnachtskonzerte von INCOGNITO und C[h]orazón
Von Andrea Bischoff
Gleich zwei Weihnachtskonzerte konnten Freundinnen und Freunde der Chöre INCOGNITO und C[h]orazón im Dezember genießen. Unter dem Motto „WinterWunderKlänge“ veranstalteten sie jeweils unter der Leitung von Michel Götz in den sehr gut besuchten evangelischen Kirchen von Bad Münster am Stein-Ebernburg und Nieder-Saulheim am 13. und 14. Dezember 2025 ihre Konzerte. Das „Heimspiel“ für INCOGNITO in Nieder-Saulheim begann mit einem Rundum-Hörerlebnis für die Zuhörenden: Beide Chöre zogen gemeinsam mit dem britischen traditionellen Kanon „Rose Red“ in die Kirche ein und verteilten sich im gesamten Kirchenraum.
Danach begann der Konzertteil des Vokalensembles C[h]orazón mit dem stimmungsvollen „Es kommt ein Schiff geladen“. Klassisch wurde es mit „In stiller Nacht“ von Brahms“, während „Happy Xmas (War is over)“ als eins der am meisten gespielten Pop-Weihnachtslieder für einen großen Wiedererkennungswert sorgte. Es folgte „Say something“ sowie acapella vorgetragen „Mary did you know“, ein Stück der Gruppe „Pentatonix“. Den Abschluss des Konzertteils von C[h]orazón machte „Broken“ von Coldplay.
Danach tauschten die Chöre die Positionen: C[h]orazón wechselte auf die Zuschauerbänke, und INCOGNITO betrat die Bühne bzw. die Stufen vor dem Altar.
Den Anfang dieses Konzertteils machte das griechische „Ksenetia tou erota“, kein klassisches Weihnachtslied, aber ein Vorgeschmack auf das bevorstehende Projekt über Folklore-Musik aus aller Welt. Das Erlernen der griechischen Texte hat den Chor im Vorfeld vor einige Herausforderungen gestellt, das Ergebnis war den Aufwand allerdings wert. Als nächstes Stück folgte „Maria durch ein Dornwald ging“, vorgetragen von Solistinnen und dem gesamten Chor. „Jazzig“ wurde es „The Man with the bag“, in welchem der Weihnachtsmann besungen wird, der mit einem Schlitten voller Geschenke unterwegs zu den Menschen ist. Dass Weihnachten überall auf der Welt gefeiert wird, zum Beispiel unter Palmen, begleitet von einer Steel-Guitar, also einer Stahlgitarre, zeigten die Sängerinnen bei „Mele kaliki maka“, welches die Zuhörenden mitnahm an die Strände Hawaiis. Dem traditionellen hawaiianischen Blumenschmuck nachempfunden, trugen die Sängerinnen bei diesem Lied eine Blume im Haar. Den Abschluss des Konzertteils machte der traditionelle Spiritual „Go tell it on the mountain“, unterstützt von Jonas Bohlandt an der Cajon, welcher den Chor zuvor auch schon bei anderen Stücken begleitet hatte.
Im Anschluss war das Publikum gefragt: Wie einfach aus vielen Stimmen ein großes Ganzes werden kann, zeigte sich anhand der von Michel Götz zusammen mit den Gästen durchgeführten Stimmübung, frei nach Jacob Collier, an deren Ende alle gemeinsam die Begleitung zu „Süßer die Glocken nie klingen“ intonierten.
Nach dieser kurzweiligen Publikumsbeteiligung deutete sich schon der letzte Teil des Konzerts an: Die gemeinsam von INCOGNITO und C[h]orazón vorgetragenen Stücke. Zurück in die USA der 1940er-Jahre ging es mit „Have yourselve a merry little Christmas“ aus dem Musical „Meet me at St. Louis“, während mit „That’s Christmas to me“ von den Pentatonix alle Empfindungen besungen wurden, die nur die Weihnachtszeit hervorrufen kann, wenn man sich vor lauter vorweihnachtlichem Stress drauf einlassen kann.
Viele Danksagungen und das mit allen Gästen traditionell gemeinsam angestimmte „O, Du Fröhliche“ beendeten das Konzert und entließen das Publikum in einen Adventsabend, der viele noch zwischen die Kirchen führte, wo nicht nur bei einem warmen Getränk das Konzert noch etwas ausklingen konnte, sondern auch die Möglichkeit bestand, den neuen Verkaufsstand von INCOGNITO zu besuchen, an dem sich zeigte, dass der Chor auch über eine sehr gut aufgestellte Kreativabteilung verfügt. Viele selbst gefilzte Engel fanden im Anschluss ein neues Zuhause, der heimische Plätzchenteller konnte mit „INCOGNITO-Keksen“ erweitert werden, und auch Beutel mit dem Logo des Chors konnten hier erworben werden.
Einmal mehr stellten die Konzerte eine gelungene Ablenkung vom vorweihnachtlichen Trubel dar und zeigten das weite Spektrum von weihnachtlicher Chormusik auf, welches sowohl klassische deutsche als auch internationale Musik aus allen Epochen umfasst und somit für nahezu jeden Geschmack etwas bietet.
An dieser Stelle auch ein großes Dankeschön an die Sängerinnen und Sänger von C[h]orazón, die dieses Spektrum ebenfalls erweiterten und mit denen die Durchführung beider Konzerte allen Beteiligten großen Spaß gemacht hat.



